«Sprich, damit ich dich sehe.»  S o k r a t e s

Sprachgestaltung mit Kindern

Therapeutische Sprachgestaltung mit Schulkindern, Angaben für Eltern und Lehrpersonen

 

Behandlungsmöglichkeit ab Schulstufe, aufgrund meiner persönlichen Erfahrung und Einschätzung

Kindergarten (4-6jährig):

  • verzögerte Sprachentwicklung – aktiver/passiver Wortschatz; Satzbildung
  • habituelle Mundatmung – der Mund steht meist offen; das Kind ist oft verschnupft; schnarcht vielleicht; der Kopf kann leicht nach hinten geneigt sein
  • viszerales Schlucken – die Zunge drückt beim Schluckakt gegen die Zähne oder wird zwischen den Zahnreihen sichtbar; der Mund bewegt sich beim Schlucken oder steht sogar leicht offen
  • Zahnfehlstellung – z.B. aufgebogene obere Zahnreihe; vorstehende Zähne; sehr enger Kieferbogen; weit auseinanderstehende Zähne
  • häufig Erkältung oder Mittelohrentzündung – die Belüftung des Nasen- Rachenraumes ist nicht ausreichend, dadurch ist der Kopfbereich wenig belebt; oder es wird zu starker Luftdruck aufgebaut;
  • das Kind „hört nicht“ - der innere Hörraum ist nicht ergriffen
  • starkes Lispeln – die Zunge rutscht zwischen die Zähne/vor die Lippen
  • Stottern, Stammeln, Poltern – Atmungsprozess und Sprechvorgang greifen nicht ineinander
  • deutliche Asymmetrien – z.B.der Unterkiefer bewegt sich beim Sprechen seitwärts;

1.-3. Klasse:

  • Artikulationsprobleme – Laute werden nicht richtig artikuliert, evtl. auch nicht richtig wahrgenommen
  • Lispeln – Probleme, die Mitte zu finden und zu halten; die Zunge soll ihren Platz in der Mitte oben hinter den Oberzähnen finden
  • Probleme mit der Satzbildung – Bezug Welt-Sprache-ich selbst
  • Schwierigkeiten im Zuordnen von gesprochener Silbe und geschriebenen
  • Buchstaben – Hören: Ohr, Luft, (Innen-)Raum
  • Lesen: Auge, Licht, (Ober-)Fläche
  • Schwäche in den Bereichen Aufmerksamkeit, Aufnahme- und Merkfähigkeit, Erinnerungsvermögen, Einfügen in die Gemeinschaft

4.-6. Klasse

  • Beziehung aussen-Mitte-innen– im Atmen, im Fühlen, im Sozialen
  • Atemreife sprechende Ausatmung wird länger; Verhältnis Atem/Puls 1:4 (12J.)
  • Körperbeherrschung – auch im Sprechen: Tonus, Rhythmus, Melos; Überwinden der Schwerkraft (Stabreim); Geschicklichkeit; „Stimmbildung“
  • Verbindung Sprache-Denken – Gedanken in Worte fassen, aktiv beweglich!

Gabriele Bucher · 6314 Unterägeri · info@gabrielebucher.ch
Sprachgestalterin und Kunsttherapeutin (Therapieraum in Ebikon, Hausbesuche)